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Fahrberichte 500 | 1000 | 1500 | 2000 km
 

1000 km | 5-Gang Turboboost

So langsam fasste ich vertrauen in mein neues Spielzeug.

Etwas unangenehm und bedenklich empfand ich den leichten Benzingeruch in der Garage. Ich hatte einige Bilder der ausgebrannten F40 im Kopf. Immer und immer wieder kontrollierte ich die Einspritzleitungen weil ich damit ja schon einige unangenehme Erfahrungen hatte und natürlich auch die Gummitanks sowie die Benzinleitungen selbst. Ich fuhr zur Tanstelle um Randvoll 120 l von dem guten 100 Oktan Superplus zu tanken und kontrollierte dann die Benzinanlage, fand aber keine undichte Stelle. Zur Beruhigung deponierte ich einen 10kg CO2 Löscher in der Fahrgastzelle.

So langsam gab ich auch etwas mehr Gas. Der F40 hat eine Ladedruckanzeige mit eingebauter roter Leuchte um einen zu hohen Ladedruck anzuzeigen. Beim Powern soll der Ladedruck einige Sekunden 1,4 bar betragen um dann auf 1,1 bar herunterzugehen. Das macht das Auto so unheimlich schnell beim Beschleunigen.

Nur leider hatte mein Fahrzeug irgendwie immer 1,5 bar Ladedruck und die rote Lampe mahnte das beim Beschleunigen auch permanent an. Das war auf der einen Seite ganz gut, denn mein F40 ging "wie Schmidts Katze" aber doch irgendwie beunruhigend.

Um das auszuprobieren fuhr ich auf der wenig befahrenen Autobahn A395. So bei 250km/h und permanenter roter Lampe gab es plötzlich einen heftigen Schlag auf der Bahn und mein Herz rutschte in die Hose.In dem Moment hatte ich das Gefühl das irgendetwas zu Bruch gegangen ist.In dem Moment rechnete ich mir im Geiste wieder aus "was das wieder kosten würde". Ich konnte zwar noch Gas geben aber ich hatte keinen Vortrieb mehr. Gott sei Dank konnte ich zur nächsten Ausfahrt rollen und das Auto erstmal abstellen.

Aber es schien alles in Ordnung. Der 5-Gang war wohl nur herausgesprungen ...

 

Auf der Weiterfahrt hatte ich aber sofort 2 bar Ladedruck. Das führte dazu das der Motor sich bei zu hoher Klingelneigung sprich Überlastung für eine Sekunde komplett abstellte was wahrscheinlich, so dachte ich, dazu geführt hatte das der 5.-Gang bei 250 km/h herausgesprugen ist.

Zu Hause stellte ich fest das das sogenannte Turboladerregelventil auseinandergeflogen ist. Vermutlich hatte das Ventil durch den Unfall einen Schaden davongetragen. Da das Ventil von Ferrari auf die Schnelle nicht lieferbar ist rüstete ich mit einigen Modifikationen auf Pierburg um. Weiterhin befestigte ich die untere Motorabdeckung und stellte die Höhe der Scheinwerfer nach. Jetzt klappte das auch mit dem Ladedruck.

Ich gewöhnte mich immer mehr an das Fahrzeug. Das Fahrverhalten ist einfach sagenhaft. Absolut neutral. In kritischen Situationen etwas über die Vorderräder schiebend. Auf winkligen Straßen fährt der Wagen wie ein Go-Kart. Die Anbremspunkte liegen viel weiter hinten nur traut man (ich) sich nicht. Die Beschleunigung ist atemberaubend. Es ist ein Spiel zwischen Traktion und durchdrehen der Räder bei unebender Strecke. Man lernt mit der leichten Verzögerung der Turbos umzugehen, berechnet sie im Fahrverhalten mit ein.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei kurvenreicher Strecke ist ca. um 40km/h höher im vergleich zum Ferrari 355.

Ich will sagen das der F40 vor allem durch das Gewicht schneller abgebremst ist und durch die Leistung sehr viel schneller wieder beschleunigt. Die Bremse ist permanent überfordert. Ich will nicht sagen das sie schlecht ist aber die erreichte Geschwindigkeit zwischen zwei Kurven ist so schnell das die Bremse keine Zeit findet sich abzukühlen.

Auf normalen Landstraßen sind Geschwindigkeiten zwischen 200 - 250km/h ganz normal. Man erschreckt jedesmal wenn man mal etwas Zeit findet um auf dem Tacho zu schauen.Die Nadel steht meistens in der Mitte. Bei anderen Autos 100km/h beim F40 200 km/h ... [mehr...]